Ihre Werke gehen unter die Haut

Hobbykünstlerin Antje Janneck stellt 60 ihrer Bilder in der Baugesellschaft Gotha aus

Von Matthias Wenzel

Gotha. Antje Janneck ist in der Gothaer Kunstszene keine Unbekannte. Die 49-jährige Hobbykünstlerin stellt seit 2006 ihre Werke immer wieder aus, so beispielsweise in Nägelstädt, Bad Langensalza und bereits mehrfach in der Kulturscheune in Mühlberg. Dadurch wurde die in der Baugesellschaft Gotha für Marketing verantwortliche Antje Groß auf sie aufmerksam.

Als dann im Januar die von Mitgliedern des Kreativzirkels des Bildungswerkes Grone gestaltete Ausstellung „(Thüringer) Landschaften“ in den Räumlichkeiten der Baugesellschaft eröffnet wurde, waren auch Werke von Antje Janneck mit dabei. Es bedurfte keiner langen Überredungskünste, um die Künstlerin zu einer eigenen Personalausstellung zu bewegen.

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Die Hobbykünstlerin Antje Janneck und ihr Kollege und Laudator Jürgen Seifert vor dem 2009 entstandenen Bild „Hauptmarkt am Abend“. Foto: Matthias Wenzel

Diese wurde nun am Donnerstagabend unter dem Titel „Am Fenster“ eröffnet. Zu sehen sind insgesamt 60 Werke aus dem künstlerischen Schaffen von Antje Janneck aus den letzten 15 Jahren. Die Künstlerin malt vor allem Landschaften, Tiere und Blumen. Sie bedient sich dabei der verschiedensten Techniken. Die Bandbreite reicht von Öl und Acryl über Ölpastell und Tusche bis hin zu Mischtechniken.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Gina-Marie Marter und Laura Poch. Die beiden Schülerinnen der 12. Klasse besuchen die Musikschule Heinze und bestachen durch ihren ausdrucksstarken Gesang zur Gitarre.

Die Laudatio hielt Jürgen Seifert aus Aspach, der ebenfalls Mitglied des Kreativzirkels des Bildungswerkes Grone unter der Leitung von Hans-Jürgen Roth ist. Er sei nicht nur ein Mitstreiter, sondern auch ein großer Verehrer von Antje Janneck, die immer wieder mit ihren Werken überrasche.

Das Talent der 1969 in Dresden geborenen Hobbykünstlerin sei bereits in ihrer Kindheit begründet und gefördert worden. Für den Kreativzirkel sei es ein Glücksfall gewesen, dass ihre Bewerbung als 15-Jährige an der Kunstakademie abgelehnt wurde. Nach einer langen künstlerischen Pause hat die Ergotherapeutin, die 1989 nach Gotha gezogen war, erst 1997 wieder mit dem Malen begonnen.

„Antje liebt das Leben“, resümierte Jürgen Seifert. Dies spiegele sich in ihren Werken wider, die unter die Haut gehen würden. Sie sei deshalb kein normaler Fall, sondern ein großes Vorbild innerhalb des Kreativzirkels. Gefördert wurde sie vor allem durch Hans-Jürgen Roth, der natürlich zu den zahlreich erschienenen Gästen der Vernissage gehörte.

Die Ausstellung „Am Fenster“ von Antje Janneck ist bis zum 22. Januar 2019 in der 1. und 2. Etage der Baugesellschaft Gotha, August-Creutzburg-Straße 2, dienstags 13-15.30, donnerstags 13-18 und freitags 9-12 Uhr zu besichtigen. Sämtliche Bilder können auch käuflich erworben werden.